Medien
Schicksal Alzheimer – und wer kümmert sich dann um mich?
Aufgrund aktueller Ereignisse hat die ARD sich am vergangenen Sonntag kurzfristig für ein anderes Thema entschieden.
An diesem Sonntag, 20. November 2011, um 21.45 Uhr im Ersten, wird das Thema nachgeholt:
Wo liegt noch mal der Haustürschlüssel? Warum bin ich eigentlich in die Küche gegangen? Wie heißt die neue Nachbarin mit Vornamen? Eine Demenz beginnt schleichend und ist für Betroffene und Angehörige zunächst nicht als Krankheit erkennbar. Erst, wenn die Schusseligkeit immer häufiger auftritt und mit der Vergesslichkeit erste Sprachstörungen einhergehen, wird vielen Menschen klar: Da stimmt etwas nicht. Wenn der Arzt dann die Diagnose Alzheimer stellt, stehen die Erkrankten meist unter Schock. Und auch Freunde und Verwandte ahnen, dass ihnen eine dramatische Zeit bevor steht. Denn Alzheimer ist nicht heilbar.
Pflegereform wieder verschoben!
Wer einen Demenz-kranken Angehörigen pflegt, verzweifelt irgendwann. Oft geht es über die eigenen Kräfte, Heim-Pflegeplätze sind teuer, die Pflegeversicherung zahlt zu wenig. Und die Bundesregierung verschiebt die überfällige Pflegereform schon wieder.
Zur Sendung vom SWR Fernsehen BW…
“Die Würde der letzten Jahre – Tod und Demenz”
nachtstudio-Wiederholung vom 10. Juli 2011: “Die Würde der letzten Jahre – Tod und Demenz” mit den Gästen: Claus Fussek, Monika Schmieder, Tobias Hartmann und Hans Gutzmann.
Das Leben! – Mein Mann ist dement: Wenn die Liebe an ihre Grenzen kommt
Erika hat Angst vor dem Tag, an dem ihr Mann sie nicht mehr erkennt. Dann ist sie ganz allein, obwohl sie doch ihren Ehemann Wolfgang an ihrer Seite hat. Seit 35 Jahren sind die Erzieherin und der ehemalige Lehrer ein Paar. Zwei Kinder haben sie groß gezogen, ein Haus gebaut. Über ein halbes Jahr haben wir die beiden Paare mit der Kamera begleitet. Der NDR zeigt die ungekürzte Fassung (45 min) des Films, der in einer Kurzversion im Mai in der ARD lief.
Informationen zur Sendung finden Sie hier:
Zukunft der häuslichen Pflege
Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis zum Jahr 2030 um die Hälfte ansteigen. Wieviele Pflegereformen es bis dahin auch geben wird, auf die Pflege zu Hause wird niemand verzichten können. Am allerwenigsten die Pflegebedürftigen selbst, die am liebsten in den eigenen vier Wänden bleiben wollen. Soll die häusliche Pflege aber eine Zukunft haben, braucht sie Unterstützung, finanzielle Entlastung, Beratung und Hilfe. Pflegende Angehörige sind hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt, Politik und Gesellschaft dürfen sie nicht allein lassen. Aber auch professionelle Pflegekräfte müssen finanziell besser gestellt sein, der Pflegeberuf braucht eine höhere Anerkennung. Sonst wird der Mangel an Arbeitskräften in diesem Beruf zu dramatischen Engpässen führen. Höchste Zeit also, sich zu diesen brennenden Fragen Gedanken zu machen. In Berlin trafen sich zu diesem Zweck auf Einladung der Evangelischen Akademie und des Sozialverbandes VdK Experten, um Antworten zu finden. Zum Film…
Alzheimer – Urlaub von der Verantwortung
Weil Beate Linde ihren Mann liebt, pflegt sie ihn. Weil sie ihn pflegt, muss sie sich regelmäßig von ihm erholen. Dafür reist sie in ein besonderes Hotel.
Beate Linde hat im Garten ein Stück Rasen eingezäunt – damit ihr Mann nicht wegläuft. Ihr Haus steht am Hang, beidseits geht es recht steil bergab, er könnte stürzen. »Wir bekommen kein Pferd, das ist für meinen Mann«, beruhigt Linde, als ein Nachbar den Zaun beäugt. »Das ist unsere artgerechte Freilandhaltung.« weiterlesen…
Mein Mann ist dement – Wenn die Liebe an ihre Grenzen kommt
Mit Hilfe von Frau Schuhmacher von der Alzheimer-Gesellschaft Stormarn und von Frau Erlemann von der Beratungsstelle Demenz und Pflege der AWO in Kiel konnte für den NDR ein Film über die Probleme gedreht werden, vor denen die Ehefrauen von Alzheimer-Kranken stehen:
“MEIN MANN IST DEMENT – WENN DIE LIEBE AN IHRE GRENZEN KOMMT”, SO. 15.05., 17:30 UHR, ARD
In diesem Film geht es um alltägliche Sorgen wie die Fragen der Körperpflege, aber auch die ganz große Frage, wie weit die Loyalität in einer Ehe reicht, wenn der Partner nicht mehr der ist, der er mal war. Als Autor und Regisseur des Films wäre es mir ein Anliegen, wenn der Film möglichst viele Interessierte erreicht. Könnten Sie bitte im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf den Sendetermin hinweisen?
Weitere Informationen über die Sendung finden Sie hier: Link
VdK- Kommentar: Rettungsschirm Pflege
Der Euro-Rettungsschirm wird ausgeweitet. Das haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Staaten kürzlich bei ihrem letzten Gipfeltreffen beschlossen. Das bedeutet, dass Deutschland beziehungsweise die Steuerzahler statt der bisher zugesagten 123 Milliarden Euro für mehr als 200 Milliarden Euro bürgen müssen. Doch schon jetzt scheint klar, dass auch der erweiterte Rettungsschirm nicht ausreichen wird, um die hoch verschuldeten Länder Griechenland und Irland zu sanieren. Weitere Euro-Gipfel sind programmiert. weiterlesen…
Reise ins Vergessen: Leben mit Alzheimer
Am 1. und 8. Februar lief auf ZDF eine interessante Dokumentation zum Thema: Alzheimer
Die zweiteilige Dokumentarreihe zeigt anhand von Einzelschicksalen, wie demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen mit der Krankheit des Vergessens umgehen.
Der erste Teil der Dokumentarreihe “Reise ins Vergessen” erzählt u.a. die Geschichte von Barbara und Sepp Friedrich. Sepp hat Alzheimer, immer wieder muss er Barbara fragen, was er gerade getan hat.
Den Link finden Sie hier.
DGB legt Konzept für Bürgerversicherung Pflege vor
In seinem heute in Berlin vorgestellten Reformkonzept für die Pflegeversicherung schlägt der DGB-Bundesvorstand eine ‚Bürgerversicherung Pflege’ vor.
„Der steigende Pflegebedarf ruft nach einer solidarischen Antwort, damit Pflegebedürftige und Pflegekräfte sowie Beitragszahler und Kommunen vor Überlastungen geschützt werden“, sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Donnerstag in Berlin. Der DGB schlägt deshalb vor, die Pflegeversicherung zu einer ‚Bürgerversicherung Pflege’ auszubauen, um den erforderlichen Pflegebedarf solidarisch zu finanzieren und die Belastungen der Beitragszahler langfristig in engen Grenzen zu halten. weiterlesen…
der VdK kämpft für pflegende Angehörige
Ohne pflegende Angehörige geht es nicht. Sie sind für ihre Familien und die Gesellschaft unverzichtbar. Aber sie haben mehr verdient als bloße Anerkennung. Zum Nulltarif ist die häusliche Pflege nicht zu haben. Zum Film…
Berichte über unterschiedliche Pflegesituationen
Sowohl die Pflege als auch die damit verbundene Pflegesituation kann verschieden sein. Im folgenden können Sie sich die Sicht eines Ehemanns, einer krebskranken Tochter, Eltern wie auch von Alleinstehenden durchlesen.
Alte Muster sind überholt: Pflege ist mehr als Familienangelegenheit
Allianz Pflege-Umfrage
Für neun von zehn Deutschen gewinnt das Thema Pflegeabsicherung an Brisanz. 70 Prozent der Bürger erwarten professionelle Hilfe. Mehr als jeder Zweite hat Erfahrung mit Pflegefällen. Angst vor Pflegebedürftigkeit ist groß. Menschen haben realistische Vorstellungen der eigenen Pflege, flexible Möglichkeiten der Versorgung sind gefragt. Allianz bietet neues Pflegezusatztagegeld PZTBest an. weiterlesen…
10. Januar 2011 – Fakt ist…! Aus Leipzig
22:05 Uhr im MDR-Fernsehen
Die gute Nachricht: Die Deutschen werden immer älter. Die schlechte: Immer mehr brauchen Pflege. Das kostet – Geld und Personal. An beidem herrscht Mangel. Pflegeheime sind überlastet, Familien fühlen sich überfordert. Alle Experten sind sich einig, die Zahl von derzeit 2,3 Millionen pflegebedürftigen Deutschen wird in den nächsten Jahren rasant steigen.
Mehr können Sie auf der Homepage lesen.
Interview: Minister Rösler wirbt für die Pflegeberufe
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will den Pflegebedarf von altersverwirrten Menschen besser berücksichtigen und pflegende Angehörige stärken. Über die geplanten Änderungen sprachen wir mit den FDP-Politiker.
Das ganze Interview können Sie auf der Homepage der Badischen Zeitung lesen.
Bundessozialgericht zur Rentenversicherungspflicht für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen
Mindestpflegezeit muss mit Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung 14 Wochenstunden erreichen
Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen unterliegen nur dann der Pflegerversicherungspflicht, wenn die Mindestpflegezeit von 14 Wochenstunden mit Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung erreicht wird. Berücksichtigt werden damit nur Hilfeleistungen bei Verrichtungen, die auch bei der Beurteilung des Grades der Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Pflegeversicherung von Bedeutung sind. Dies entschied das Bundessozialgericht.
Bei der Einführung der Pflegeversicherung durch das Pflegeversicherungsgesetz hat der Gesetzgeber mit der sozialversicherungsrechtlichen Risikovorsorge für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen einen weiteren Anreiz für häusliche Pflege gesetzt. Danach wird für diesen Personenkreis unter bestimmten Voraussetzungen Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung begründet (§ 3 Satz 1 Nr 1a SGB VI) mit der Folge, dass von den Pflegekassen als weitere Leistung neben den Sachleistungen Rentenversicherungsbeiträge an den Rentenversicherungsträger zu entrichten sind. Der entsprechende Versicherungspflichttatbestand setzt voraus, dass ein Pflegebedürftiger nicht erwerbsmäßig wenigstens 14 Stunden wöchentlich in seiner häuslichen Umgebung gepflegt wird, wenn dieser Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hat. Bedingung ist weiterhin, dass die Pflegeperson nicht daneben regelmäßig mehr als 30 Stunden wöchentlich (anderweitig) beschäftigt oder selbstständig tätig ist.
Bei Berechnung der Mindeststundenzahl der Pflege ist Zeit für ergänzende Pflege und Betreuung nicht mitzurechnen
Bei der Feststellung, ob die nach § 3 Satz 1 Nr 1a SGB VI notwendige Mindeststundenzahl der Pflege erreicht ist, sind nach Auffassung des Bundessozialgerichts andere Pflegeleistungen, etwa die Zeit für ergänzende Pflege und Betreuung nicht mitzurechnen. Entscheidend ist insoweit, dass die soziale Sicherung von Pflegepersonen in der Rentenversicherung eng mit dem (Sach)Leistungsrecht der Pflegeversicherung verbunden und die Entrichtung von Rentenversicherungsbeiträgen durch die Pflegekassen an den Rentenversicherungsträger als Leistung der Pflegeversicherung konzipiert ist.
Quelle: www.kostenlose-urteile.de
Bundesgericht erschwert Rentenausgleich für pflegende Angehörige
Menschliche Zuwendung zählt nicht mit: Wer seine pflegebedürftigen Angehörigen zuhause betreut, kann nach einem Urteil des Bundessozialgerichts nur für einen kleinen Teil seiner Pflegeleistungen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beanspruchen. Laut Gesetz muss die Pflegeversicherung für Menschen, die ihre Verwandten mindestens 14 Stunden pro Woche selbst pflegen, Rentenbeiträge zahlen.
mehr unter: www.ad-hoc-news.de

