Stellungnahme zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe

Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen wird in Deutschland primär von Angehörigen geleistet. Daneben gibt es Pflegesettings in denen ein Zusammenspiel aus Pflegekräften, pflegenden Angehörigen und weiteren Akteuren erfolgt. In diesen Kontexten ist eine ‚Gleichwertigkeit‘ der Pflegeakteure und ein Zusammenspiel auf Augenhöhe von zentraler Bedeutung. Zur Vermeidung potenzieller Machtasymmetrien bedarf es bereits in der Ausbildung von Pflegekräften einer deutlicheren Vermittlung der koproduktiven Rollen der Akteure.
An einigen Stellen greift die Verordnung dies bereits auf. An wichtigen Punkten müsste die partizipative Haltung aus Sicht von wir pflegen e.V. noch eingefügt beziehungsweise prägnanter zum Ausdruck gebracht werden. Im Folgenden benennen wir konkrete Beispiele und verweisen darüber hinaus auf allgemein beachtenswerte Punkte.

Die Stellungnahme können Sie hier herunterladen: wir pflegen e.V. – Stellungnahme zur Ausbildungs-und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe

Schlag ins Gesicht der pflegenden Angehörigen!

Die Ergebnisse der Sondierungsverhandlungen sind ein Schlag ins Gesicht – noch weniger als zu erwarten war.

Alle Ergebnisse, bzw. Nichtergebnisse finden Sie hier.

Nur Realistisch machbar, wenn die PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN miteinbezogen werden !!!
Die Partei „Die Grüne“ will die Pflege- Krise überparteilich lösen. Alle Infos finden Sie hier.
Doch wir fragen die Grünen:
Wo sind die PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN im Konzept der GRÜNEN ?
Wir leisten 73% der Pflege in Deutschland und warten auf Ihr Angebot!

 

wir pflegen verfasste im Juli 2017 Fragen zu sieben wichtigen Themen, die pflegende Angehörige besonders berühren – sogenannte Wahlprüfsteine. Wir sendeten sie an die fünf im Bundestag vertretenen Parteien. Vier haben uns geantwortet und dabei beispielsweise auch folgende Aussagen gemacht:

  • Um eine nachhaltige Finanzierung der Pflege zu gewährleisten, fordern wir eine Pflege-Bürgerversicherung.”
  • „Die möglichen zusätzlichen Rentenansprüche sind in allen Pflegegraden anzuheben und auch für den Pflegegrad 1 einzuführen.“
  • „Die Organisation und Finanzierung von Interessenvertretungen ist in erster Linie Sache der Betroffenen selbst.“
  •  „Wir führen eine Pflege-Freistellung mit Lohnersatz ein: Pflegende Angehörige können ihre Arbeitszeit für bis zu drei Monate zum Teil oder vollständig reduzieren und erhalten in dieser Zeit eine Lohnersatzleistung, die sich in Höhe und Umfang am Elterngeld orientiert.“

Beiliegend im PDF Format haben wir alle Antworten von Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke und SPD sortiert und veröffentlicht. Sehen Sie selbst, wer unsere Anliegen versteht und pflegende Angehörige besser unterstützen will.

Bitte verbreiten Sie die Antworten auf unsere Wahlprüfsteine so weit wie möglich – an pflegende Angehörige und beruflich Pflegende, im Kreis Ihrer Freunde, Kolleginnen und Kollegen, an lokale Zeitungen und Magazine, gerne auch an Pflegedienste und Ihre Bundestagskandidaten vor Ort!

Helfen Sie uns, damit ein Signal zu senden an die Politik:
Pflegende Angehörige haben eine wachsende Lobby und fordern bessere Unterstützung für ihre Pflegeleistungen!

PFLEGE ALS KOALITIONS- THEMA!!

In den Tagesthemen vom 22.10.2017 wurden die Positionen der möglichen Koalitionsparteien, CDU, FDP, Die Grünen und CSU, zum Thema Pflege vorgestellt.  Hier der Beitrag.