PFLEGENDE ANGEHÖRIGE IM NACHT-CAFÉ !!

Unser neues Vorstandsmitglied Almut Laudien pflegte 18 Jahre ihre Schwiegereltern & ihren Vater. Nach dem Tod der Schwiegermutter engagiert sie sich vermehrt bei wir pflegen, um etwas für pflegende Angehörige zu b-e-w
-e-g-e-n !!
 
DANKE Almut, sehr gelungenes 1. TV Debüt !
 
Hier der Link zur Sendung vom 14.12.2018 https://www.youtube.com/watch?v=TQUYL896_aU
 
* Quellennachweis Fotos – SWR Nachtcafe, Familie verpflichtet, SWR-Baschi Bender

Angehörige spielen bei Betreuung große Rolle

Die meisten der Pflegebedürftigen – gut drei Viertel – werden dem Statistischen Bundesamt zufolge zu Hause versorgt. Dabei spielen Angehörige eine große Rolle:

Für Angehörige ist die Betreuung in der Regel extrem belastend. Die Hälfte kümmert sich täglich mehr als zwölf Stunden um den Pflegebedürftigen, wie der Pflegereport der Barmer 2018 ergab. Jeder Vierte hat aufgrund der Pflege-Aufgaben seine Arbeit reduziert oder musste sie ganz aufgeben. Viele leiden unter Rückenschmerzen oder psychischen Problemen.

Nach Gesetzesreform ist die Zahl der Pflegebedürftigen stark gestiegen

PFLEGENDE ANGEHÖRIGE IM NACHTCAFÉ

Almut Laudien pflegte über 18 Jahre ihre Schwiegereltern und ihren Vater, sie geriet in die Armutsfalle, bis in Hartz IV.

Nach dem Tod der pflegebedürftigen Familienmitglieder engagiert sie sich vermehrt bei wir pflegen e. V. – aktuell wurde sie in den Vorstand gewählt – um sich weiterhin für Verbesserungen für pflegende Angehörige einzusetzen.

Hier schon einige Vorab-Infos zur Sendung

BARMER PFLEGEREPORT 2018

Der Barmer Pflegereport 2018 ist erschienen und kann ab sofort online abgerufen werden.
Dieser beschäftigt sich mit dem Thema „Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse“.

 

Barmer Pflegereport 2018

 

Bis zu 13.000 Euro weniger Rente für pflegende Angehörige – wir pflegen fordert höhere Rentenbeiträge!

Wer in Deutschland Pflegeverantwortung übernimmt wird in der Rente stark benachteiligt. Wie aus einer schriftlichen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald (Die LINKE) an die Bundesregierung hervorgeht, müssen pflegende Angehörige, die aufgrund der hohen Pflegeleistung ihre Arbeitszeit reduzieren, mit bis zu 13.000 Euro weniger Rente auskommen. Es ist davon auszugehen, dass die Folgekosten bei einer Berufsaufgabe noch deutlich höher liegen.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Rentenbeiträge für pflegende Angehörige in die Rentenkasse eingezahlt. Die Beiträge sind aus Sicht von wir pflegen e. V. jedoch viel zu niedrig, um Altersarmut wirklich verhindern zu können. So steigt die Rente für die Versorgung eines Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 nach einem Jahr um nur 8,34 Euro. Der Betrag sinkt sogar, wenn Sachleistungen wie ein ambulanter Pflegedienst genutzt werden. Im Vergleich: Die Rentenanwartschaft eines Durchschnittverdieners in Deutschland liegt im Jahr bei rund 31 Euro. Die meist über Jahre andauernde Pflegeverantwortung führt damit häufig zu mickrigen Renten.

Was dies konkret für pflegende Angehörige bedeutet, berichtet B.E.-Boge: „Meine Stelle aufzugeben entschied ich, als meine Halbtagstätigkeit mit der häuslichen Pflege meiner Mutter unvereinbar wurde. Kollegen gaben die Eltern ins Heim, erhielten weiter Lohn und Renteneinzahlungen. Häusliche Pflege bedeutet nicht nur Liebe geben, sondern dem Sozialstaat viel Geld sparen. Ein Zyniker würde sagen, dass zum Dank dafür meine Rente unter der Armutsgrenze liegt!“

Dazu Christian Pälmke, Fachreferent für Pflegepolitik und Familienpflege von wir pflegen e. V.: „Die Regierung nennt pflegende Angehörige stille Helden, ist aber nicht bereit sie vor Armut während und nach der Pflege zu schützen. Das passt nicht zusammen. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie Sofort-Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut in der häuslichen Pflege ergreift.“

wir pflegen e. V. unterstützt daher die angekündigte Initiative der Linken, sich zusammen mit den Sozialverbänden für höhere Rentenbeiträge einzusetzen.

 

09.12.2018 – Bis zu 13.000 Euro weniger Rente für pflegende Angehörige