Fachkommission nach dem Pflegeberufegesetz übergibt ihre Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne an BMFSFJ und BMG

Giffey: Erstmals bundesweiter Orientierungsrahmen für Ausbildungsqualität in der Pflege 

Spahn: Neue Ausbildung wird inhaltlich mit Leben gefüllt

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/fachkommission-nach-dem-pflegeberufegesetz-uebergibt-ihre-rahmenlehr–und-rahmenausbildungsplaene-an-bmfsfj-und-bmg/136870

 

KONZEPT FÜR EINE GRUNDLEGENDE PFLEGEREFORM

Frau Schuhmacher von der Diakoniestation Elbgemeinden betreut Herrn Eydeler in seinem Haus – @Diakonie/Annette Schrader

Pflegevollversicherung mit begrenzter Eigenbeteiligung der Versicherten 

Mehr Selbstbestimmung, weniger Bürokratie: Das Entlastungsbudget für pflegende Angehörige jetzt anpacken!

Mehr Selbstbestimmung, weniger Bürokratie: Das Entlastungsbudget für pflegende Angehörige jetzt anpacken!

Pflegende Angehörige bilden das Fundament unseres Pflegesystems. Nicht allein weil es Millionen von ihnen gibt, sondern weil viele von ihnen an 24 Stunden und 7 Tagen in der Woche Pflege und Betreuung leisten. Das ist ein riesiger Gewinn für die jeweils pflegebedürftige Person sowie für die gesamte Gesellschaft.

Diese Leistungen werden häufig als zu selbstverständlich angesehen. Die Folgen sind für pflegende Angehörige deutlich zu spüren: Sehr hohe Belastungen aufgrund fehlender Entlastung. Folgerichtig wurde im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Union ein Entlastungsbudget vereinbart. Die Leistungssätze der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie der Tages-und Nachtpflege sollen in einen Topf zusammengeführt werden. Dieser Topf bildet das Entlastungsbudget. Mit diesem sollen pflegende Angehörige einfacher und schneller Entlastungsangebote nutzen können. Doch mittlerweile ist unklar, wann das Entlastungsbudget tatsächlich umgesetzt wird. Die anvisierte Einführung zum Jahresanfang 2020 wurde wieder vertagt. Im Raum steht nun die Einführung zum Jahr 2021. Das ist aus Sicht von wir pflegen e.V. viel zu spät!

Als Stimme der pflegenden Angehörigen hat der Verein eine Stellungnahme zum Entlastungsbudget veröffentlicht. Anhand von Grundsätzen und konkreten Ideen wird aufgezeigt, wie sich pflegende Angehörige die Umsetzung des Entlastungsbudgets vorstellen. Die klare Botschaft an die Politik lautet: Das Entlastungsbudget muss schnell eingeführt werden. Auch an der angekündigten Höhe des Entlastungsbudgets darf nicht gerüttelt werden. Klar ist auch, dass der allgemeine Ausbau von Entlastungsangeboten, eine notwendige Bedingung für den Erfolg dieses Vorhabens ist. Alle Einzelheiten finden Sie in unserer Stellungnahme.

Newsletter Bündnis für Gute Pflege Juni 2019

Konzertierte Aktion Pflege: ver.di bekräftigt die Forderung nach Aufwertung und Entlastung der Pflege
04.06.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege der Bundesregierung ihre Forderung nach Aufwertung und Entlastung der Pflege. „Die Beschäftigten müssen sich darauf verlassen können, dass sich ihre Situation Zug um Zug bessert. Die professionell Pflegenden werden die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege daran messen, was in ihrem Arbeitsalltag ankommt. Vor allem in der Altenpflege müssen die Entgelte für diese verantwortungsvolle und oft auch anstrengende Arbeit deutlich angehoben werden. Und es muss Schluss sein mit der ständigen Überlastung durch zu wenig Personal“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Es war richtig, alle Verantwortlichen in der Konzertierten Aktion zusammen zu holen, am Ende sind die getroffenen Ergebnisse aber Kompromisse. Und angesichts der kritischen Lage hätte ich den Beschäftigten entschlossenere Maßnahmen gewünscht.“ Warum die Arbeitgeber im Mangelberuf Pflege zum Beispiel künftig nicht gänzlich auf sachgrundlose Befristungen verzichten wollten, sei nicht nachzuvollziehen.

Äußerst positiv sei, dass es mittlerweile eine breite Allianz gebe, die die Forderung nach bedarfsgerechten und bundeseinheitlichen Personalvorgaben unterstütze, so Bühler weiter. „Der Bundesgesundheitsminister ist gefordert, diese klare Botschaft aufzunehmen und entsprechende Gesetze für die Altenpflege und die Krankenhäuser auf den Weg zu bringen.“

Bühler: „Gut, dass in der Konzertierten Aktion mehrheitlich das Ziel eines Tarifvertrages unterstützt wird, der auf die gesamte Altenpflege erstreckt werden soll. Alle Akteure in der Altenpflege müssen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen attraktiv zu gestalten.“ Dies sei eine Voraussetzung, um Personal zu gewinnen, damit Pflegebedürftige sicher und qualifiziert versorgt werden. „Ich fordere die kommerziellen Pflegekonzerne auf, endlich ihren Widerstand gegen einen solchen bundesweit geltenden Tarifvertrag aufzugeben. Der Zug steht auf dem Gleis, wer ihn stoppen will, handelt verantwortungslos.“ Damit zwei wichtige Ziele – nämlich faire Löhne für die Beschäftigten und Schutz der Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung – nicht gegeneinander ausgespielt werden können, sei der Gesetzgeber gefragt. Die Eigenanteile für die Pflegekosten müssten zunächst begrenzt und perspektivisch abgeschafft werden. Bühler: „In der Altenpflege kann man wie im Brennglas sehen, welch fatalen Folgen es hat, wenn ein wesentlicher Bereich der Daseinsvorsorge dem wirtschaftlichen Wettbewerb und Hedgefonds überlassen wird.“

Die Ergebnisse der Konzertierten Aktion zur Digitalisierung unterstreichen aus der Sicht von ver.di den pflegeentlastenden Aspekt. Die Digitalisierung kann einen Beitrag leisten, die Arbeitsbedingungen in der Pflege attraktiver zu gestalten. Bühler: „Um aus der Digitalisierung eine Erfolgsgeschichte zu machen, sind die Menschen zu beteiligen. Der Missbrauch von personenbezogenen Daten muss ausgeschlossen werden.“ Keinesfalls dürften die Daten zur Überwachung und Kontrolle der Beschäftigten genutzt werden.

In der „Ausbildungsoffensive Pflege“ der Konzertierten Aktion sieht ver.di ein wichtiges Signal, um mehr Menschen für die Pflegeberufe zu begeistern. Bühler: „Entscheidend ist jedoch, dass Auszubildende nicht nur gewonnen, sondern durch attraktive Bedingungen und eine faire Bezahlung nach der Ausbildung auch im Beruf gehalten werden.“

Zwischenergebnis Projekt ZipA Uni Witten/Herdecke

Liebe pflegende Angehörige,

die Befragung im Rahmen des Projektes „Zielgruppenspezifische Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige“ (ZipA) ist abgeschlossen, derzeit werden die erhobenen Daten aufbereitet und analysiert. Hier finden Sie erste Zwischenergebnisse. Weitere Analysen werden zum Jahresende im Rahmen einer Tagung vorgestellt. 

Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich für Ihre Teilnahme!

Freundliche Grüße

Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko                Katharina Bidenko

Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko (Projektleitung)
Management und Innovation im Gesundheitswesen
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Fakultät für Gesundheit
Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Str. 50
58448 Witten
Tel.: 02302-926-592
E-Mail: sabine.bohnet-joschko@uni-wh.de
www.uni-wh.de/mig