Pflegepauschbetrag steuerlich absetzen

Häusliche Pflege: Wer einen Angehörigen in häuslicher Umgebung, unentgeltlich und hauptverantwortlich pflegt, kann evtl. pauschal 924 € (ohne Einzelnachweise) geltend machen.

VoraussetzungenDas Finanzamt erkennt als Nachweis nur Pflegestufe III oder die Schwerbehindertenausweise H (für hilfebedürftig) oder Bl (für blind) an. Es muss eine persönliche, enge Beziehung bestehen (nahe Verwandte, Ehe- oder Lebenspartner, Schwiegereltern oder -kinder gute Freunde). Wenn mehrere Personen pflegen, muss angegeben werden, wer noch hilft! Regelmäßige Besuche in Altenheimen gelten nicht als Pflege.

Wenn höhere Kosten mit Belegen nachzuweisen sind, kann man sie (sofern sie über die „zumutbare Belastungsgrenze“ des Pflegenden hinausgehen) evtl. gelten machen. Ob das sinnvoll ist, muss im Einzelfall geklärt werden.

Den Behindertenpauschbetrag erhalten Menschen je nach Behinderungsgrad, unabhängig davon, ob sie pflegebedürftig sind oder nicht.

Quelle:  www.Pflege-durch-Angehörige.de

Steuerfreie Nachtzuschläge sind nicht pfändbar

An überschuldete Arbeitnehmer gezahlte Nachtarbeitszuschläge dürfen grundsätzlich nicht gepfändet werden. Nach dem Gesetz sind Erschwerniszulagen unpfändbar, dazu zählen auch Zuschläge für Nachtarbeit, das entschied der Bundesgerichtshof. Voraussetzung für die Unpfändbarkeit ist, dass die Zuschläge im Sinne von § 3b Einkommenssteuergesetz steuerfrei gewährt werden.

Bundesgerichtshof vom 29. Juni 2016 - VII TZ 4/15, Quelle: IG Metallzeitung, Sept. 2016

Heimkosten bei krankheitsbedingtem Aufenthalt

können als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden (Miet- und Verpflegungskosten abzüglich eigener Haushaltsersparnis), auch wenn noch keine ständige Pflegebedürftigkeit und Pflegestufe vorliegt. Es genügt eine ärztliche Bescheinigung, dass der Heimaufenthalt infolge Krankheit oder Gebrechlichkeit notwendig ist.

juris.bundesfinanzhof.de/cgibin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&nr=22930, Urteil Bundesfinanzhof 13.10.2010, Az. VI R 38/09

BÜRO IN BERLIN

Postanschrift:
Alt-Moabit 91
10559 Berlin

KONTAKT

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

AKTUELLE NACHRICHTEN

26. Oktober 2020
Aus dem Schatten ins Rampenlicht | TV-Beitrag vom Fachtag in Erfurt
Seit März macht sich wir pflegen auch in Thüringen für die Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger stark. Das ist wichtiger den...
21. Oktober 2020
Interview: „Für Pflegewende fehlt politischer Mut“
Sebastian Fischer, Vorstandsmitglied bei wir pflegen, über Schwachstellen des Pflegesystems, Herausforderungen in Corona-Zeiten und notwendige Schr...

INFORMATIONEN / LINKS