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Pressemeldung I 2. Europäischer Tag der pflegenden Angehörigen: wir pflegen e.V. und weitere Initiativen fordern Unterstützung für junge Pflegende


06. Oktober 2021

Anlässlich des 2. Europäischen Tages der pflegenden Angehörigen appelliert wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V. gemeinsam mit echt unersetzlich,  Beratungsstelle für pflegende Jugendliche und junge Erwachsene und dem Young Carer Zentrum „Windschatten“ der Ernst-Freiberger-Stiftung an die Sondierungsparteien, dass sie die Pflege und die besondere Situation der jungen pflegenden Angehörigen in allen Sondierungsgesprächen berücksichtigen und auf die politische Agenda setzen.

Um die Situation junger pflegender Angehöriger zu verbessern, fordert wir pflegen:

  • Verbesserung gesellschaftlicher Aufmerksamkeit für die besondere Situation junger Pflegender durch entsprechende Kampagnen
  • Sensibilisierung von Schulen, Ausbildungsstätten, Sportvereinen, Jugendhilfe, Universitäten und ambulanten Pflegediensten, damit junge Pflegende erkannt, und entsprechend ihrer Situation unterstützt werden können
  • Flächendeckende Strukturen, die es ermöglichen junge Pflegende frühzeitig zu erkennen und damit präventive Maßnahmen ermöglichen, sodass diese jungen Menschen keine überfordernde Pflegeverantwortung tragen müssen. Die seltenen vorhandenen Angebote müssen bekannter gemacht und ausgebaut werden.

Junge Pflegende oder auch Young Carer genannt, sind Kinder und Jugendliche, die sich meist um ein Elternteil, häufig auch um Geschwister, Großeltern oder andere Personen mit einer körperlichen, psychischen oder kognitiven Gesundheitsbeeinträchtigung kümmern. In Deutschland übernehmen ungefähr 480.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren Pflegeverantwortung für ihre Familienmitglieder. Das sind pro Schulkasse 1-2 Kinder*.

Diese jungen Menschen sind einer enormen physischen und psychischen Belastung ausgesetzt, die große Auswirkungen auf ihre emotionale, schulische und berufliche Entwicklung und Ausbildung haben. Aufgrund der Pflegeverantwortung lässt die Konzentration der Kinder nach, für die Hausaufgaben oder zum Lernen fehlt die Zeit. Hobbys, Freundschaften und soziale Netzwerke werden vernachlässigt. Damit junge Pflegende an unserer Gesellschaft teilhaben können und sie die gleichen Entfaltungs-, Bildungs- und Berufschancen wie andere Kinder und Jugendliche erhalten, muss die Politik handeln. 

*(Metzing, Sabine et al. (2017): Abschlussbericht zum Projekt „Die Situation von Kindern und Jugendlichen als pflegende Angehörige“. Witten: Universität Witten/Herdecke, Department für Pflegewissenschaften, S. 8.)

Anlaufstellen für junge Pflegende:

Pressekontakt:

wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.

Kommunikation         

Lisa Thelen

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

 

Zusätzliche Informationen:

wir pflegen e.V. ist als bundesweite Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation die Stimme der pflegenden Angehörigen in Deutschland.

Mehr als 80% aller pflegebedürftigen Menschen werden familiär versorgt, mit einer durchschnittlichen Pflegeleistung von 63 Stunden/Woche. Pflegende Angehörige brauchen eine starke Vertretung, die sich für spürbare Verbesserungen in Unterstützung und sozialrechtlicher Absicherung einsetzt und eine Mitbeteiligung in relevanten Pflegegremien einfordert.

Nähere Informationen über die Tätigkeiten und Schwerpunktthemen von wir pflegen e.V. finden Sie auf der Webseite www.wir-pflegen.net.

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