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Zeitverwendungserhebung startet im Januar 2022 - Machen Sie mit!


10. Dezember 2021

Die Pflege und Betreuung eines Angehörigen nimmt viel Zeit in Anspruch. Oft pflegen Angehörige rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Das Ausmaß dieser unbezahlten Care-Arbeit und das, was Menschen in der häuslichen Pflege täglich leisten, wird von der Gesellschaft jedoch kaum wahrgenommen. 2022 haben pflegende Angehörige die Gelegenheit an der Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes teilzunehmen. Damit können sie dazu beitragen, dass ihre unbezahlte Sorgearbeit sichtbarer wird.

Unter dem Motto „Wo bleibt die Zeit?“ führt das Statistische Bundesamt (Destatis) gemeinsam mit den Statistischen Ämtern der Länder von Januar bis Dezember 2022 die nächste Zeitverwendungserhebung, kurz ZVE, durch. Dafür werden 10 000 Haushalte gesucht, die sich an der freiwilligen Befragung beteiligen. 

Wie funktioniert die ZVE?

Alle Teilnehmenden ab zehn Jahren erfassen an drei Tagen ihre vollständigen Tagesabläufe in einem Tagebuch – von Arbeit oder Schule über Hobbies, Mediennutzung, Wegezeiten mit Auto, Bus, Bahn oder zu Fuß bis zu Einkaufen, Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger. Zudem beantworten die Teilnehmenden einige Fragen zum Haushalt, zur Person und zum persönlichen Zeitempfinden. Der Tagesablauf kann in einer App dokumentiert werden, die speziell für die ZVE entwickelt wurde. Die App funktioniert auch offline und kann sowohl auf dem Smartphone als auch am Computer genutzt werden. Die „klassische“ Teilnahme über einen Papierfragebogen ist aber ebenfalls möglich. 

Wofür werden die Daten verwendet?

Daten aus der ZVE machen u. a. den Umfang an unbezahlter Arbeit wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten sichtbar. Sie sind unverzichtbar für viele Entscheidungen in der Politik und Wirtschaft. Die Daten sind eine wichtige Grundlage, um beispielsweise Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorzubereiten und zu bewerten. Es gibt keine andere amtliche Datenquelle, aus der diese Informationen hervorgehen. Somit macht die ZVE den Umfang unbezahlter Arbeit sichtbar wie keine andere Erhebung. 

Wir pflegen begrüßt die Befragung, denn je mehr Daten zur Sorgearbeit von pflegenden Angehörigen zur Verfügung stehen, desto deutlicher wird, wieviel pflegende Angehörige täglich leisten. Nehmen auch Sie an der Erhebung teil. Damit die unbezahlte Arbeit, die Sie als pflegende Angehörige leisten, sichtbar wird!

Anmeldungen für die Teilnahme an der ZVE 2022 sind ab sofort möglich unter www.zve2022.de/teilnahme. Weitere Infos unter finden Sie auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes

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