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Pressemitteilung: wir pflegen e.V. fordert Pflegereform zur Stärkung pflegender Angehöriger


17. Januar 2023

Der Bundesverband pflegender Angehöriger wir pflegen e.V. begrüßt Gesundheitsminister Karl Lauterbachs Ankündigung, die Pflege von Angehörigen zu stärken. 

„Auf Worte müssen endlich Taten folgen! Wir fordern die Regierung auf, 2023 die Koalitionsvereinbarungen zur Unterstützung der häuslichen Pflege umzusetzen“, mahnt Edeltraut Hütte-Schmitz, Bundesvorstand wir pflegen e.V.

„Pflegende Angehörige haben 2022 vergeblich auf die versprochene Erhöhung des Pflegegeldes gewartet,“ ergänzt Hütte-Schmitz, die parallel zur Berufstätigkeit viele Jahre ihren Mann pflegte. „Es ist wichtig und richtig, dass Herr Lauterbach den Fokus jetzt auf die häusliche Pflege richtet. Schließlich werden über 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Viele pflegende Angehörige leiden unter prekären Verhältnissen und werden von Staat und Kommunen im Stich gelassen."

Der häuslichen Pflege droht ein Flächenbrand, denn eine aktuelle Prognose des Statistischen Bundesamts bestätigt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren weit höher ausfallen wird als bisher angenommen. Um einen dramatischen Pflegenotstand zu verhindern, sind strukturelle Reformen und eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger in der häuslichen Pflege unabdingbar.

Der Bundesverband pflegender Angehöriger fordert deshalb:

  • eine unabhängige, flächendeckende und zugehende Pflegeberatung
  • die rückwirkende Anhebung und regelhafte Dynamisierung des Pflegegelds und der Pflegesachleistungen
  • ein leistungsumfassendes, flexibles, transparentes Entlastungsbudget
  • die steuerfinanzierte Erweiterung der Familienpflegezeit und des Familienpflegegeldes als Lohnersatzleistung
  • den bedarfsgerechten Ausbau der Tages- und Nachtpflege sowie der Kurzzeitpflege
  • die Einbeziehung der Interessenvertretungen pflegender Angehöriger in alle pflegerelevanten Gremien auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene einschließlich der Landespflegeausschüsse
  • einen Paradigmenwechsel der Pflegeplanung und -investitionen mit Schwerpunkt häusliche Pflege und Unterstützung pflegender Angehöriger

Weitere Informationen zu den Forderungen entnehmen Sie dem Pflegereformpapier und den Handlungsempfehlungen des Verbandes. 

Pressekontakt:

Lisa Thelen, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Mobil: 0174 324 3404 

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