Müttergenesungswerk erweitert Angebot für pflegende Angehörige

MGW_Foto_ReferentinnenDas Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) hat für pflegende Angehörige neue Möglichkeiten für Auszeiten eröffnet. Darauf hat auch das  Müttergenesungswerk (MGW) reagiert und ermöglicht durch die „Zustiftung Sorgearbeit“ das Angebot spezieller Vater-Kind-Maßnahmen sowie Kurmaßnahmen für Pflegende Frauen und Mütter.

Das MGW arbeitet dazu an Qualitätskriterien speziell für Kliniken, die diese Zielgruppe ansprechen wollen. Um hierzu das Expertenwissen einzubeziehen, wurden zum Fachtag Pflege des Müttergenesungswerks 2014 am 18. November 2014 in Berlin vor allem EinrichtungsträgerInnen und EinrichtungsleiterInnen sowie die Mitglieder des Kuratoriums eingeladen. Den fachlichen Input für die Diskussionen gaben ReferentInnen aus Praxis, Wissenschaft und Politik.

Um die Sicht der pflegenden Angehörigen darzustellen, wurde die Initiatorin von wir pflegen – Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V. Dr. Hanneli Döhner (Foto: 3. von links) eingeladen, die über Forschungsergebnisse und Erfahrungen von Betroffenen berichtete: Pflegende Angehörige – Pflegesituationen, Belastungen und Entlastungsmöglichkeiten. Eingangs machte sie deutlich, dass die Gruppe der pflegenden An- und Zugehörigen wesentlich größer ist, als im Allgemeinen zitiert. Die Sorgearbeit durch Familienangehörige beginnt bereits bei Hilfsbedürftigkeit unterhalb der Pflegestufen und hört nicht auf, wenn der Pflegebedürftige ins Heim umzieht.

In der Diskussion nahm die Frage einen großen Raum ein, ob und welche Unterschiede zwischen pflegenden Frauen und Männern für die Angebotsstruktur von Bedeutung sind und ob dies zu getrennten Angeboten führen sollte. Diese Kontroverse wird im MGW sicherlich noch weiter geführt.

1 Antwort
  1. Helmut Jansen
    Helmut Jansen sagte:

    Wieder mal eine Angebotserweiterung für Väter oder Frauen. Wer denkt einmal an die pflegenden Männer.

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