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Berlin: Woche der pflegenden Angehörigen 2017

Woche der Pflegenden Angehörigen in Berlin vom 12.05.-18.05.2017

wir pflegen e.V. ist Partner der Berliner Woche der pflegenden Angehörigen und ist froh, dass vom 12. bis 18. Mai wieder pflegende Angehörige in den Fokus der Berliner Öffentlichkeit gestellt werden. Zum 4. Mal bieten die Veranstalter verschiedene kostenfreie, kulturelle Veranstaltungen für alle pflegenden Angehörigen der Stadt an, darunter Dampferfahrten, Kinovorstellungen, ein Tanzcafé, Konzerte, Parkbesuche.

Die Woche beginnt mit einer großen Eröffnungsgala am 12.05. Im Zentrum steht die Verleihung des Berliner Pflegebären (berlinweit) und des pflegecompass (bundesweit). Geehrt werden zehn pflegende Angehörige, Freunde oder Nachbarn aus verschiedenen Pflegezusammenhängen als Vetreter_innen für alle Pflegenden. Ein weiteres Highlight ist der intereligiöser Nachmittag am 14.05. mit Andachten verschiedener Religionsvertretern.


Für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich um erkrankte Angehörige kümmern, gibt es ein Mini-Festival im Kino in der Kulturbrauerei am 13. Mai ab 12 Uhr.

 

Weihnachts- und Neujahrsgrüße von wir pflegen e.V.

wir pflegen e.V. wünscht allen Mitgliedern,
Freunden, Netzwerkpartnern und Förderern
ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage
und einen guten Start in das neue Jahr!

DSC_0069 - Version 2Wir danken allen von ganzem Herzen, die uns in diesem Jahr unterstützt und begleitet haben bei unserer Arbeit, die wir mit geringsten finanziellen Mitteln, aber dafür einem besonders intensivem Einsatz vorantreiben.

Unseren Mitgliedern gelingt es über persönliche Kontakte, telefonisch, aber vor allem auch über die sozialen Netzwerke im Internet die Menschen anzusprechen, die so besonders schwer zu erreichen sind: pflegende Angehörige.

Jeder kann unser Engagement unterstützen, indem er selbst aktiv wird oder uns mit einer Spende fördert. Wir freuen uns über jeden, der das Anliegen von wir pflegen e.V. aktiv oder symbolisch durch seine Mitgliedschaft unterstützt!

Dafür bedanken sich schon jetzt die Mitglieder von wir pflegen e.V.

 

 

Neuer Internetauftritt von wir pflegen e.V.

Aus Alt mach Neu

Aus Alt mach Neu: So hat sich wir pflegen von 2010 bis Mai 2015 online präsentiert

2009 ging wir pflegen zum ersten Mal online – vieles hat sich seitdem im Verein verändert: Es sind neue Arbeitsgruppen und Projekte zu den Schwerpunkten von wir pflegen entstanden, bestehende haben sich großartig weiterentwickelt.

Viele unserer Mitglieder sind aktiv in den sozialen Medien und haben die Aktivitäten von wir pflegen bekannter gemacht und intensiv zur Netzwerkarbeit online und offline beigetragen.

Nach fünf Jahren kontinuierlicher Entwicklung war nun auch der Zeitpunkt gekommen, die Struktur unserer Internetseite so zu verändern, dass sie unser vielfältiges Engagement besser und übersichtlicher darstellen kann.

neue Webseite von wir pflegen e.v.

Übersichtlicher strukturiert und lesbar auf allen Mobilgeräten: Die neue Webseite von wir pflegen e.v.

In einem Workshop im November 2014 wurden alle Wünsche gesammelt und neue Ansätze erarbeitet, die schließlich in Zusammenarbeit mit zwei engagierten Hamburger Webdesignern (SEO – Suchmaschinenoptimierung – SottMedia) umgesetzt wurden.

Wir möchten Sie nun herzlich zu einem Rundgang auf unserer neuen Webseite einladen!

Übrigens: Sie können unsere neue Webseite jetzt ohne Qualitätsverlust auf Ihrem Tablet oder Smartphone betrachten, denn das Seiten-Design passt sich an die Formate aller Geräte an…

wir pflegen e.V. beim 11. Deutschen Seniorentag 2015

„Gemeinsam in die Zukunft!“ lautet das Motto des 11. Deutschen Seniorentages, der vom 2. bis 4. Juli 2015 im  in Frankfurt am Main (Congress Center Messe) stattfindet. Mit seinem Motto will der 11. Deutsche Seniorentag 2015 ein Zeichen setzen für mehr Gemeinschaft und Miteinander – zwischen Menschen verschiedener Generationen, unterschiedlicher Herkunft, zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie Helfenden und Hilfsbedürftigen.

logo_11_DST_RGB_lang_300dpiAls langjähriges Mitglied der BAGSO ist wir pflegen natürlich wie jedes Jahr dabei. Und wie beim letzten Mal in Hamburg auch, präsentieren sich die engagierten Mitglieder von wir pflegen nicht nur mit einem Informationsstand auf der begleitenden Messe SenNova, sondern auch wieder mit einer Veranstaltung:

Am Samstag, den 04. Juli 2015, lädt wir pflegen
von 9.30 bis 11.00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein.

Vor dem Hintergrund des Seniorentagsmotto, das sich als Aufruf zu konstruktivem Handeln in Gesellschaft und Politik versteht, soll es dabei vor allem darum gehen, wie wir gemeinsam die Bedingungen für pflegende Angehörige verbessern können.

Moderiert von Dr. Judith Borgwart, Geschäftsführerin der Stiftung Pflege-Zukunft-gestalten gGmbH, diskutieren Hilde Mattheis, SPD (Mitglied des deutschen Bundestags), Erwin Rüddel, MdB (CDU), Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Armin Nentwig, Bundesvorsitzender des Verbandes Schädel-Hirnpatienten in Not e. V., Dr. Hanneli Döhner, Vice-President EUROCARERS, Mitglied bei wir pflegen e.V., Heinz Heck, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied wir pflegen e.V., Dr. Stefan M. Knoll, Vorstand Deutsche Familienversicherung, Bernd Gard, Mitbegründer des Mannebacher Mobilitätsmodells und ehemaliger Ortsbürgermeister, Monika Waßmuth, pflegende Angehörige und Mitglied bei wir pflegen e.V.

Die Deutschen Seniorentage werden alle drei Jahre – ähnlich wie die Kirchentage – jeweils an einem anderen Ort von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.(BAGSO)  veranstaltet. Sie bieten nicht nur etwas für diejenigen, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren, sondern für alle, die sich Gedanken machen wie sie möglichst aktiv und gesund älter werden können, die sich mit Fragen der gesundheitlichen Vorsorge, des Wohnens sowie der Pflege von Angehörigen auseinandersetzen (vorläufiges Programm herunterladen).

Die drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen betreffen uns alle. Wie wollen wir in der Zukunft leben? Wie wohnen und arbeiten? Welche Rolle wird das freiwillige Engagement spielen? Wie soll es weitergehen, beispielsweise bei der Alterssicherung, mit der Pflege? Welche Aufgaben müssen Bund, Länder und Kommunen übernehmen und was muss der Einzelne in Eigenverantwortung tun? Und wie können vor allem auf lokaler Ebene „sorgende Gemeinschaften“ entstehen und unterstützt werden?

Die Schirmherrschaft für die wichtigste bundesweite Veranstaltung für Ältere und für Menschen, die bewusst und aktiv älter werden wollen wird von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel übernommen.

 

2. Mayener Pflegetreff im Landkreis Mayen-Koblenz

Vortrag 3 PressemeldungAm 24. September fand im Rahmen der Demenzwochen im Landkreis Mayen-Koblenz zum zweiten Mal der Mayener Pflegetreff statt. Die Veranstaltung wurde wieder im Café CATI des Mehrgenerationenhauses in Mayen durchgeführt.

Die bundesweite Interessenvertretung für pflegende Angehörige und Freunde „wir pflegen e.V.“ , der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., und der Pflegestützpunkt Mayen informierten an diesem Abend die eingeladenen Teilnehmer über Neuerungen in der Gesetzgebung.

Eingeladen waren Angehörige der pflegebedürftigen Menschen aus Mayen und der Vordereifel und alle Interessierten zum Thema Pflege und Betreuung. Da der Mayener Pflegetreff nun zum zweiten Mal stattfand, hatte Frau Andrea Nahles (Bundesministerin für Arbeit und Soziales) ein Grußwort übermittelt, welches von Frau Heidger den Anwesenden vorgelesen wurde.

Anschließend erläuterte Frau Andrea Paolazzi (Mitarbeiterin des Pflegestützpunktes Mayen) die ab Januar 2015 anstehenden Veränderungen im Leistungsrecht der Pflegeversicherung. Insgesamt sind in fast allen Bereichen, mit denen Pflegebedürftige konfrontiert sind, Leistungsverbesserungen zu erwarten. Frau Paolazzi wies darauf hin, das bei durchschnittlich mit einer etwa 4%igen Erhöhung zu rechnen sei. Ebenso werden künftig mehr finanzielle Mittel für die Entlastung der pflegenden Angehörigen zur Verfügung stehen.

Frau Heidger leitete danach über zum Vortrag von Herrn Heinz Heck (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des bundesweiten Vereins „wir pflegen e.V.“). Sie wies darauf hin, dass der Mayener Pflegetreff auf Initiative des Vereins entstanden sei und auch künftig in regelmäßigen Abständen als Informations- und Austauschplattform stattfinden würde.

Herr Heck nahm zunächst Bezug auf die Antwortschreiben der verschiedenen Ministerien, die aufgrund der Diskussionsrunde des 1. Mayener Pflegetreffs angeschrieben wurden. Er nahm auch auf die Inhalte des persönlichen Gesprächs mit Herrn Staatssekretär Laumann in Berlin vom 25. August 2014 Stellung.

Als Nächstes stellte Herr Heck einige der wesentlichen Punkte des aktuellen Referentenentwurfs zu einem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vor. Dieser Referentenentwurf stellt erste Bemühungen dar, die noch berufstätigen pflegenden Angehörigen zu entlasten. Er wies jedoch auch darauf hin, dass dies zwar erste kleine Schritte seien, aber bei weitem noch nicht ausreichend für eine tatsächliche Unterstützung derjenigen, die ihre Angehörigen in der häuslichen Umgebung pflegen und betreuen. „wir pflegen e.V.“ hat zu diesem Thema ein Positionspapier entwickelt welches den Verantwortlichen in der Politik übermittelt wurde.

Er zeigte anhand der demographischen Entwicklung der nächsten Jahre in Deutschland auf, dass die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen in der Zukunft immer mehr auf die freiwillige Leistung der Angehörigen angewiesen sei. Ohne die pflegenden Angehörigen sei die Pflegesituation in Deutschland nicht mehr zu bewältigen.

Herr Heck machte darauf aufmerksam, dass sich in den letzten Jahren ein weiteres Problem in der Versorgung der Pflegebedürftigen entwickelt habe. Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene müssen Pflegeverantwortung für ihre Geschwister, Eltern und Großeltern übernehmen. Diese jungen Menschen erleben in der Entwicklungs- und Ausbildungsphase eine Belastung die sich negativ auswirken kann. Mit diesem Problem hat sich „wir pflegen e.V.“ befasst und arbeitet derzeit in dem internationalen Projekt „TOYAC“ federführend mit.

Das Projekt wird von den Vereinsmitgliedern Frau Dr. Hanneli Döhner und Benjamin Salzmann auf nationaler Ebene geleitet. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, wurden Motivkarten entwickelt, die derzeit im Café CATI des Mehrgenerationenhauses in Mayen ausgestellt sind. Die Kartenmotive und Informationen zum Projekt „TOYAC“ können bei der Geschäftsstelle von „wir pflegen e.V.; Sankt Joster Straße 8; 56729 Virneburg angefordert werden (bitte mit 1,45€ frankierten Rückumschlag zuschicken).

In der abschließenden Diskussionsrunde Stand das Thema Demenzerkrankung im Vordergrund. Angehörige von Demenzkranken sind besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt und benötigen daher dringend fachqualifizierte Unterstützung und mehr Möglichkeiten Entlastungsangebote in Anspruch nehmen zu können. Derzeit gibt es im Landkreis Mayen-Koblenz zwar die verschiedensten Angebote, jedoch hat nicht jeder betreuende Angehörige die Möglichkeit diese in Anspruch zu nehmen. Oft stehen dem die individuelle Persönlichkeit und das Erscheinungsbild der Erkrankung im Wege. Entscheidungsträger in der Bundes- und Landespolitik sind gefordert sich mehr mit der Problematik ländlicher Raum auseinanderzusetzen.

Die derzeitige Regelung, dass zusätzliche Betreuungskräfte in der stationären Pflege eingesetzt werden, sollte dringend auch auf den Bereich der häuslichen Pflege und Betreuung ausgeweitet werden. Die so eingesetzten Betreuungskräfte benötigen jedoch eine qualifizierte und intensive Ausbildung zum Thema Demenzerkrankung. Hier sollten die Qualifizierungsmaßnahmen für Betreuungskräfte überdacht werden und den Anforderungen an das vielschichtige Erscheinungsbild der Demenzerkrankung angepasst werden. Die bisherigen Regelungen sind unzureichend, darüber waren sich alle Teilnehmer einig. Wenn der Grundsatz der Pflegeversicherung „ambulant vor stationär“ weiter Geltung haben soll, muss dringend nachgebessert werden und denjenigen die ihre Angehörigen in der häuslichen Umgebung mehr Wertschätzung zukommen. Immerhin sparen die pflegenden Angehörigen dem Sozialstaat jährlich über eine Milliarde Euro, die ansonsten für die Pflege und Betreuung der betroffenen Menschen aufgewendet werden müssten.

Auch nach diesem Pflegetreff werden die Problemstellungen und noch offenen Fragen zusammengefasst und an die zuständigen Ministerien und Behörden zur Beantwortung weitergeleitet. „wir pflegen e.V.“ und der „Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.“ werden den Mayener Pflegetreff weiterführen. Die nächste Veranstaltung ist Anfang 2015 geplant. Hier werden wieder aktuelle Themen abgehandelt. Die Einladung zum 3. Mayener Pflegetreff wird rechtzeitig in den Verteiler kommen und auch in der regionalen Presse wird der Termin angekündigt. Alle Betroffenen und am Thema Pflege Interessierten sind zu der kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen.