Wissensbörse

Verwandte sind als Betreuer zu bevorzugen


Bei der Auswahl eines Betreuers für einen hilfebedürftigen Menschen haben nahe Verwandte (besonders, wenn zwischen beiden zuvor ein intensiver Kontakt bestand) Vorrang vor einem Berufsbetreuer. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) Karlsruhe in einem veröffentlichten Beschluss (AZ: XII ZB 390/16).

Geklagt hatte eine gehörlose Frau aus München, die zuvor von ihrer Mutter betreut wurde, doch das Amtsgericht übertrug die Aufgaben einem Berufsbetreuer. Der BGH entschied, dass die Mutter und der weiter entfernt wohnende Bruder nur hätten übergangen werden dürfen, wenn einer Übernahme der Betreuung gewichtige Gründe entgegengestanden hätten, dies sei jedoch hier nicht der Fall gewesen.

Quelle: epd, kfd Frau und Mutter, Nr. 11/17 Seite 29

BÜRO IN BERLIN

Postanschrift:
Alt-Moabit 91
10559 Berlin

KONTAKT

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

AKTUELLE NACHRICHTEN

09. September 2020
Stellungnahme von wir pflegen e. V. zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit am 09. September 2020
Häusliche Pflege und die Corona-Pandemie Zu Beginn der Corona-Pandemie forderte wir pflegen e. V. ein Soforthilfeprogramm für pflegende Angehörig...
08. September 2020
Schnellbericht: Coronavirus und pflegende Angehörige
"Die Coronavirus-Pandemie stellt viele Gruppen vor große Herausforderungen, eine davon, die meist nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses ...

INFORMATIONEN / LINKS