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Bis zu 13.000 Euro weniger Rente für pflegende Angehörige – wir pflegen fordert höhere Rentenbeiträge!


01. Dezember 2018

Dezember 2018

Wer in Deutschland Pflegeverantwortung übernimmt wird in der Rente stark benachteiligt. Wie aus einer schriftlichen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald (Die LINKE) an die Bundesregierung hervorgeht, müssen pflegende Angehörige, die aufgrund der hohen Pflegeleistung ihre Arbeitszeit reduzieren, mit bis zu 13.000 Euro weniger Rente auskommen. Es ist davon auszugehen, dass die Folgekosten bei einer Berufsaufgabe noch deutlich höher liegen.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Rentenbeiträge für pflegende Angehörige in die Rentenkasse eingezahlt. Die Beiträge sind aus Sicht von wir pflegen e. V.  jedoch viel zu niedrig, um Altersarmut wirklich verhindern zu können.  So steigt die Rente für die Versorgung eines Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 nach einem Jahr um nur 8,34 Euro. Der Betrag sinkt sogar, wenn Sachleistungen wie ein ambulanter Pflegedienst genutzt werden. Im Vergleich: Die Rentenanwartschaft eines Durchschnittverdieners in Deutschland liegt im Jahr bei rund 31 Euro. Die meist über Jahre andauernde Pflegeverantwortung führt damit häufig zu mickrigen Renten.

Was dies konkret für pflegende Angehörige bedeutet, berichtet B.E.-Boge: "Meine Stelle aufzugeben entschied ich, als meine Halbtagstätigkeit mit der häuslichen Pflege meiner Mutter unvereinbar wurde. Kollegen gaben die Eltern ins Heim, erhielten weiter Lohn und Renteneinzahlungen. Häusliche Pflege bedeutet nicht nur Liebe geben, sondern dem Sozialstaat viel Geld sparen. Ein Zyniker würde sagen, dass zum Dank dafür meine Rente unter der Armutsgrenze liegt!“

Dazu Christian Pälmke, Fachreferent für Pflegepolitik und Familienpflege von wir pflegen e. V.: „Die Regierung nennt pflegende Angehörige stille Helden, ist aber nicht bereit sie vor Armut während und nach der Pflege zu schützen. Das passt nicht zusammen. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie Sofort-Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut in der häuslichen Pflege ergreift.“

wir pflegen e. V. unterstützt daher die angekündigte Initiative der Linken, sich zusammen mit den Sozialverbänden für höhere Rentenbeiträge einzusetzen. 

 

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